Freudentränen tun gut
Freudentränen tun uns tatsächlich gut, und das nicht nur gefühlt, sondern es ist auch biologisch und psychologisch erklärbar. Unsere emotionalen Tränen, egal ob vor Freude oder aus Trauer unterscheiden sich von den normalen Reflextränen, wie beim Zwiebelschneiden. Sie enthalten höhere Mengen an Stresshormonen wie Cortisol. Durch das Weinen kann unser Körper Stress abbauen, unser Nervensystem wird dadurch reguliert und wir können in einen ruhigeren Zustand wechseln. Nach Freudentränen fühlen sich viele von uns deshalb entspannt oder erleichtert. Unsere Freudentränen entstehen oft bei überwältigender Freude, aus Dankbarkeit, tiefer Verbundenheit oder aus Erleichterung nach einer Anspannung. Wenn ein Gefühl „zu groß“ wird, hilft Weinen, es zu verarbeiten. Unser Gehirn versucht sozusagen, die emotionale Intensität auszugleichen. Beim emotionalen Weinen werden Botenstoffe ausgeschüttet, wie das Bindungs- und „Wohlfühl“-Hormon. Oder Endorphine unsere natürlichen Schmerz- und Glücksstoffe. Das kann in uns ein warmes, beruhigendes Gefühl erzeugen, besonders wenn wir nicht allein sind. Freudentränen signalisieren anderen, Das bedeutet mir gerade unglaublich viel. Damit stärken wir Nähe, Vertrauen und Bindung. Viele von uns reagieren automatisch unterstützend oder mit Mitfreude. Starke positive Emotionen können unser Nervensystem ähnlich stark aktivieren wie negative. Unsere Freudentränen wirken wie ein inneres Gleichgewichtssystem, das unsere momentane Übererregung dämpft. Also unsere Freudentränen können uns sehr gut tun, weil sie Stress reduzieren, Emotionen regulieren, Bindung stärken und oft ein Gefühl tiefer Erleichterung in uns hinterlassen.
