Echt sein
„Echt sein“ bedeutet wir erlauben uns, echte Gefühle zu haben und sie passend auszudrücken, statt sie pauschal zu unterdrücken oder zu überspielen. Wenn wir „echt“ sind, dann sind unsere Gefühle oft sichtbar und echt spürbar. Daher kann es so wirken, als hätten wir Stimmungen wie wütend, lustig, freudvoll, ärgerlich, gestresst, ängstlich und so weiter. Das heißt nicht, dass wir alles rauslassen müssen, sondern nur das die Gefühlsbandbreite vorhanden ist und wir je nach Situation damit umgehen, so wie es sich für uns gut anfühlt. Wenn unsere Gefühle dauerhaft „nicht sein dürfen“, staut sich unsere Energie. Dann kommt es eher zu Ausbrüchen oder zu starken Stimmungssprüngen. Unser „Echt sein“ reduziert diesen inneren Druck, kann aber trotzdem manchmal echte Ausschläge sichtbar machen. Unsere Gefühle sind natürliche Signale, keine Fehler, denn unsere Wut kann ein Signal für Grenzen oder Unfairness sein, Stress kann ein Signal für Überlastung sein, unsere Freude ein Signal für Bedeutsamkeit oder Verbundenheit. „Echt sein“ respektiert, dass bei uns solche Signale auftauchen dürfen. „Echt sein“ kann für uns auch bedeuten, dass wir mehr von unserer echten inneren Realität zeigen und damit können sehr unterschiedliche Zustände zutage treten. Entscheidend ist eher, dass wir auch authentisch sind und das heißt normalerweise, das wir unsere Gefühle wahrnehmen und passend ausdrücken, nicht zwangsläufig „alles mal“ ungefiltert herauslassen.