Schönes finden wir überall
Schönheit entsteht immer im Auge des Betrachters. Schönheit ist natürlich kein objektives Merkmal eines Gegenstandes, sondern etwas, das in unserer Wahrnehmung entsteht. Das bedeutet, dass nicht das Ding oder Etwas selbst „schön“ ist, sondern wir erleben es als schön. Wir mögen und erkennen sehr schnell eine Symmetrie, oder eine Harmonie, auch Rhythmus und Sicherheit oder Kontraste sind für uns wichtig. Es sind Strukturen die überall vorkommen. Wir finden sie in der Natur, in Gesichtern, in der Musik und auch in unseren Städten. Deshalb können wir theoretisch fast überall etwas Schönes entdecken. Etwas wird für uns oft schön, wenn es in uns Erinnerungen weckt, oder Emotionen auslöst und natürlich mit unserer Liebe oder Sehnsucht verbunden ist. Ein alter Park kann für den einen von uns nur ein Park sein und für jemand anderen ist er wunderschön, weil dort für ihn ein wichtiger Moment stattfand. Unsere innere Einstellung spielt natürlich auch eine große Rolle. Wenn wir achtsam durchs Leben gehen, entdecken wir vielleicht Schönheit im Licht am Morgen, oder im Lächeln eines anderen, auch beim Klang von Regen und in vielen weiteren kleinen Details können wir Schönes entdecken oder erleben. Doch selbst in schwierigen Situationen können wir Hoffnung, Mitgefühl oder Stärke als etwas Schönes wahrnehmen. Schönes finden wir überall, wenn wir bereit sind, es zu sehen. Schönheit ist weniger eine Eigenschaft der Welt, sondern viel mehr eine Fähigkeit unserer eigenen Wahrnehmung.
