Alle guten Dinge sind immer drei
„Alle guten Dinge sind immer drei“ sagt uns – nicht aufgeben. Auch wenn etwas beim ersten oder zweiten Mal nicht gelingt, beim dritten Anlauf stehen die Chancen gut, dass es funktioniert oder vollständig wird. Die Redewendung macht also Mut, dranzubleiben. Die Zahl Drei hat wohl seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung, sie steht für Vollständigkeit & Ordnung: Anfang – Mitte – Ende. In der Religion für die Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Auch in vielen Märchen und Geschichten erscheint sie, drei Wünsche, drei Aufgaben, drei Brüder. Im Mittelalter galten Dinge oft erst nach dreimaliger Wiederholung als gültig oder bewiesen. Die Drei stand also für etwas Abgeschlossenes, Gültiges, Gelungenes. Auch hier sind wir im Wandel der Zeit. Die Redewendung gibt es seit dem Mittelalter. Damals glaubte man, dass ein einzelnes Ereignis Zufall sein kann, zwei Mal noch unsicher ist, aber drei Mal eine Regel oder Wahrheit zeigen. Heute benutzen wir es, wenn wir jemandem Mut machen wollen, dass es beim dritten Versuch endlich klappt, oder dass wir augenzwinkernd hoffen, dass es diesmal funktioniert. Oder so: „Der dritte Kaffee heute – na ja, alle guten Dinge sind drei.“
