Der Vollmond fasziniert uns seit Jahrtausenden und es gibt viele Vorstellungen darüber, was er mit uns macht. Einige Studien zeigen, dass wir bei Vollmond etwas schlechter oder kürzer schlafen. Andere Studien finden keinen klaren Effekt. Ein eindeutiger Beweis fehlt also. Für mehr Aggression, Unfälle, Geburten oder psychische Krisen bei Vollmond gibt es auch keine verlässlichen Belege. Es ist also kein starker biologischer Einfluss nachweisbar. Die psychologische Wirkung ist spannender. Unsere Erwartungen, Placebo/Nocebo zeigen, wer glaubt, dass der Vollmond etwas bewirkt, nimmt Veränderungen wie Schlaflosigkeit oder Unruhe stärker wahr. Vollmondnächte sind bekanntlich heller. Das kann unseren Schlaf stören, besonders ohne Vorhänge oder bei den ganz Sensiblen unter uns. Unsere Selbstbeobachtung, lässt uns eher an „schlechte Nächte“ bei Vollmond denken, und somit vergessen wir die ruhigen Vollmondnächte eher. Unsere kulturelle & spirituelle Bedeutung hat auch einiges Beizutragen. Wir denken bei Vollmond an einen Höhepunkt und an Fülle, etwas erreicht seinen Zenit. Unsere Emotionen und ihre Intensität verstärken sich, denn unsere Gefühle treten stärker hervor. Es ist auch ein Zeichen zum Loslassen oder einen Abschluss zu finden, es ist Zeit, Dinge zu beenden. Viele von uns berichten eher subjektiv von mehr Energie oder von Unruhe, von intensiveren Träumen oder von stärkeren, emotionalen Erleben. Es gibt körperlich keine klaren Beweise für starke Effekte. Psychisch gesehen spielen unsere Wahrnehmung und unsere Erwartungen eine große Rolle. Unsere kulturelle oder spirituelle Sichtweise hat auch eine starke Bedeutung, ist jedoch sehr individuell. Was spüren Sie bei Vollmond, eher Unruhe, Energie, Schlafprobleme oder gar nichts?