Ein Burnout ist ein Zustand starker emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der meist durch anhaltenden Stress oder Überlastung entsteht. Typische Merkmale sind, dass wir dann dauerhaft an Müdigkeit und Energielosigkeit leiden, ein Gefühl von Überforderung, sowie weniger Motivation und Leistungsfähigkeit verspüren und innere Distanz oder Gleichgültigkeit gegenüber unserer Arbeit und unseren Aufgaben haben. Kurz gesagt unsere Ressourcen sind über längere Zeit stärker von uns beansprucht worden, als sie sich erholen konnten. Ein Burnout ist zunächst eine Krise, ein Zeichen, dass etwas nicht mehr tragfähig ist. Für viele Betroffene wird diese Krise jedoch zu einem Anfang. Wir verändern unsere Prioritäten, unsere Arbeitsweise, auch unsere Beziehungen oder unseren Umgang mit Belastung. Ein Burnout ist nicht immer ein Anfang, aber oft ein Wendepunkt, aus dem etwas Neues entstehen kann. Ob daraus ein Neuanfang für uns als Betroffene wird, hängt davon ab, wie die Ursachen erkannt und bearbeitet wurden. Ohne Veränderungen können wir auch in dieselben Muster zurückfallen. Damit aus einem Burnout ein positiver Neubeginn wird, braucht es meist mehr als nur Erholung. Es geht darum, dass wir die Ursachen verstehen und dauerhaft etwas verändern wollen. Diejenigen, die gestärkt aus einem Burnout hervorgehen, berichten oft nicht, dass sie „härter“ geworden sind, sondern dass sie gelernt haben, achtsamer mit ihrer Energie umzugehen und sich selbst wichtiger zu nehmen. Menschen, die gestärkt aus einem Burnout hervorgehen berichten oft, dass sie achtsamer geworden sind, mehr auf sich achten. Nicht jeder Weckruf führt uns automatisch zu einem Neuanfang. Aber er schafft die Möglichkeit dazu, weil er uns dazu zwingt, genauer hinzuschauen: Was raubt uns die Energie? Was ist nicht mehr stimmig? Was muss sich ändern?
Ein Burnout kann ein Weckruf sein
24. Juni 2026
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