„Natur pur“ tut so gut, weil sie gleichzeitig auf unseren Körper, unser Gehirn und unsere Psyche wirkt. Studien zeigen, dass Zeit in natürlichen Umgebungen häufig mit niedrigeren Stresswerten verbunden ist. Der Puls kann sinken, die Muskelspannung nimmt oft ab, und viele von uns berichten auch von mehr Ruhe und Gelassenheit. In Städten wird unsere Aufmerksamkeit ständig gefordert, wir stecken im Verkehr, überall treffen wir auf Werbung, unsere Smartphones nicht vergessen und der permanente Lärmpegel. In der Natur werden unsere Sinne zwar auch angeregt, aber meist auf eine viel sanftere Weise. Das kann geistige Ermüdung reduzieren und unsere Konzentration fördern. Wir bewegen uns draußen automatisch mehr, ob beim Spazierengehen, beim Wandern oder beim Radfahren. Bewegung verbessert natürlich unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit, stärkt unsere Muskeln und wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Naturerlebnisse werden von uns oft mit mehr positiven Gefühlen, weniger Grübeln und einem stärkeren Gefühl von Verbundenheit in Verbindung gebracht. Schon ein kurzer Aufenthalt im Grünen kann unsere Stimmung hebenTageslicht hilft, unseren Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Wer regelmäßig draußen ist, schläft oft viel besser. Sonnenlicht unterstützt außerdem die Bildung von Vitamin D, wobei die tatsächliche Menge von Jahreszeit, Ort und unserem Hauttyp abhängt. Oft erleben wir in der Natur ein Gefühl von Weite, Staunen oder Ehrfurcht, etwa beim Blick auf erhabene Berge, grüne Wälder oder in den Sternenhimmel. Solche Erfahrungen können unser Wohlbefinden steigern und unseren Alltag sogar in eine größere Perspektive versetzen.