Unsere Dankbarkeit kann sich auf Menschen richten, wie unsere Familie, unsere Freundschaften oder auch unsere Kollegen und Kolleginnen. Doch auch kurze Begegnungen, wenn uns jemand begegnet, der freundlich war, uns geholfen hat oder einfach für uns da war, regen uns an dankbar zu sein. Selbst Konflikte können manchmal unsere Dankbarkeit enthalten, weil sie zeigen, dass uns etwas wichtig ist. Auch ein Kaffee, der genau richtig schmeckt. Oder für Musik, die etwas in uns berührt. Sonne im Gesicht. Auch ein Moment, in dem wir lachen oder uns kurz sicher fühlen, eignen sich dazu dankbar zu sein. Diese kleinen Dinge sind oft die häufigsten, aber am leichtesten übersehbaren Gründe für unsere Dankbarkeit. Auch Eigenschaften in uns selbst können Gründe für unsere Dankbarkeit sein, unser Durchhaltevermögen, unsere Kreativität, unser Humor, unsere Fähigkeit zu fühlen, zu lernen oder neu anzufangen. Manchmal merken wir erst in Krisen, was wir innerlich alles mitbringen. Rückblickend können wir auch für schwierige Erfahrungen Dankbarkeit entstehen lassen, dass wir sie überstanden haben, daran gewachsen sind oder klarer wissen, was wir nicht mehr wollen. Dankbarkeit ist wirklich keine Pflicht und kein Dauerzustand. Sie kommt und geht. Wir können sie nicht erzwingen, doch wir können ihr Raum geben, indem wir langsamer hinschauen und nicht nur das Fehlende sehen, sondern auch das Vorhandene wahrnehmen.