Wir geben und bekommen Impulse, das macht unser Verhalten so spannend. Von außen bekommen wir die Impulse. Unsere Umwelt feuert ständig Reize auf uns ab. Es geschieht durch Menschen, Worte, Blicke, Social Media, Geräusche oder auch durch Erinnerungen. Diese Reize stoßen etwas in uns an, unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Wünsche oder auch unsere Abwehr. Von innen geben wir Impulse, diese entstehen aus uns selbst heraus. Es sind unsere Bedürfnisse, unsere Werte, unsere Erfahrungen oder auch unsere Körperzustände. Der spannendste Teil ist wohl der, der Zwischenräume. Denn wir sind nicht nur ein Reiz-Reaktions-Automat. Zwischen unserem Impuls und unserer Handlung gibt es meistens einen Moment der Wahl. Folgen wir dem Impuls, bremsen wir ihn oder können wir ihn umlenken? Je reflektierter wir sind, desto größer wird dieser Spielraum. Manchmal fühlt es sich auch widersprüchlich an. Weil unsere Impulse dann sehr schnell sind, oft unbewusst sind, oder emotional gefärbt sind und sich auch gegenseitig widersprechen können. Ein Teil von uns will etwas, ein anderer Teil vielleicht etwas ganz anderes. Unsere Impulse entstehen also im Zusammenspiel von unserer Innenwelt und unserer Außenwelt. Wir empfangen und erzeugen sie gleichzeitig. Unsere Freiheit liegt nicht im impulsfrei sein, sondern im Umgang mit unseren Impulsen.
Wir geben und bekommen Impulse
23. Januar 2026
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