„Jonglieren“ wird im übertragenen Sinn oft verwendet, um die Fähigkeit zu beschreiben, mehrere Aufgaben, Rollen oder Anforderungen gleichzeitig zu bewältigen. Wir meistern oft mehrere Verpflichtungen gleichzeitig, und bringen Familie, Beruf, Freizeit und Gesundheit unter einen Hut. Auch wenn wir Unvorhergesehenes, plötzliche Probleme auffangen, oder spontane Chancen nutzen, erinnert es ans Jonglieren. Wenn wir Prioritäten setzen, können wir so tun als wären es Bälle die wir in die Luft schmeißen und uns dann beim Fangen entscheiden, welcher Ball zuerst Aufmerksamkeit von uns braucht und gefangen wird. Auch unsere Balance müssen wir täglich finden, und es geht dabei nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern im Fluss zu bleiben, wie beim Jonglieren. Wir trainieren beim Jonglieren unsere Koordination, dies erfordert Planung, Timing und Aufmerksamkeit von uns. Auch Flexibilität gehört dazu, manchmal fällt uns etwas runter, oder ein Ball fällt anders als geplant und wir müssen flexibel sein und dennoch weitermachen. Ganz wichtig, für uns und auch beim Jonglieren heißt es üben, üben, üben – je öfter wir etwas üben, desto besser gelingt es uns. Natürlich hilft uns auch Gelassenheit, damit wir wie beim Jonglieren in Ruhe, statt in Hektik, unsere Bewegungen steuern. Wir können das Bild des Jonglierens also nutzen um uns bewusst klarzumachen, dass nicht alles gleichzeitig perfekt sein muss. Und uns überlegen, welche „Bälle“  wir im Moment tragen möchten und welche wir vielleicht für eine gewisse Zeit mal bewusst ablegen können, um uns zu entlasten.