„Krone richten, weitermachen“ kann psychologisch wertvoll sein, doch es kommt auch darauf an, wie der Satz innerlich gemeint ist. Er kann eine gesunde Haltung ausdrücken. Wenn mal etwas schief geht, können wir dennoch den nächsten Schritt tun. Oder wir dürfen auch mal kurz enttäuscht sein, müssen uns aber nicht abwerten. Also Krone richten und weitermachen. Ein Rückschlag wird nicht zum endgültigen Urteil über uns. Statt endlos über das Geschehene zu grübeln, richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das, was wir beeinflussen können. Also erst anerkennen, was passiert ist. Dann die Krone richten. Dann weitermachen. Unsere Sportreporter nutzenden den Spruch „Krone richten, weitermachen“ weniger psychologisch gemeint, sondern als bildhafte Kurzform für sportliche Resilienz. „Das war ein Rückschlag, doch Kopf hoch, abhaken und im nächsten Spiel/Versuch wieder angreifen.“ Die „Krone“ steht dabei für Stolz, Selbstvertrauen oder Würde. Wenn ein Sportler verliert, einen Fehler macht oder eine Niederlage kassiert, soll er sich davon natürlich nicht dauerhaft entmutigen lassen. Wenn ein Reporter sagt „Krone richten“, steckt häufig auch die Anerkennung darin, dass jemand trotz der Niederlage eine gewisse Größe bewahren soll. Es bedeutet also nicht unbedingt „Tu so, als wäre nichts passiert“, sondern eher: „Du bist deswegen natürlich kein schlechter Sportler.“
Krone richten – weitermachen
18. August 2026
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