Auf unsere innere Stimme zu hören kann sehr wichtig sein, denn unsere innere Stimme kann uns Hinweise geben auf Dinge, die unser Verstand vielleicht noch nicht bewusst wahrgenommen hat. Unsere innere Stimme kann uns zeigen, was uns wirklich wichtig ist. Manchmal wissen wir innerlich schon, dass etwas nicht zu unseren eigenen Werten passt, obwohl wir es rational noch rechtfertigen. Sie kann auch Grenzen sichtbar machen. Ein wiederkehrendes „Das fühlt sich nicht richtig an“ kann uns darauf hinweisen, dass eine Situation, eine Beziehung oder eine Entscheidung uns nicht guttut. Unsere innere Stimme kann ebenfalls unsere Entscheidungen unterstützen. Gerade wenn zwei Möglichkeiten rational ähnlich erscheinen, kann unsere Intuition eine wichtige zusätzliche Information sein. Sie kann uns auch helfen, authentischer zu leben. Denn wenn wir ständig danach handeln, was andere erwarten, verlieren wir leicht den Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen. Wichtig ist für uns die Unterscheidung zwischen Intuition und Angst. Angst kann sich ebenfalls wie unsere innere Stimme anfühlen. Wir können uns hierzu fragen, ist dieses Gefühl ruhig, klar und beständig, oder ist es laut, panisch und von vielen „Was, wenn …?“ begleitet? Unsere Intuition klingt oft eher wie ein leises, klares Wissen: „Das passt für mich nicht.“ Angst klingt häufiger wie: „Was, wenn alles schiefgeht?“ Und manchmal ist die beste Haltung nicht „Ich muss auf meine innere Stimme hören“, sondern, „Ich nehme sie ernst und prüfe sie.“ Wir müssen also weder unseren Verstand ausschalten noch jedes Bauchgefühl ignorieren. Verstand und innere Stimme können sich super ergänzen. Besonders bei wichtigen Entscheidungen lohnt es sich, beides zu fragen: Was spricht rational dafür und wie fühlt es sich tief in mir an?