Alljährlich wird die Ernte eingebracht. Vielleicht helfen wir indem wir Erdbeeren oder Kirschen pflücken, doch auch im Leben bringen wir metaphorisch gesehen die Ernte ein. Wir ernten die Früchte von dem, was wir gesät haben. Wir erkennen, was gewachsen ist – durch unsere Mühe, unsere Geduld, die überstandenen Krisen und unsere getroffenen Entscheidungen. Wir spüren auch Dankbarkeit für das, was geworden ist – trotz oder wegen allem. Unsere Lebens-Ernte kann vieles enthalten. Eine innere Reife, die wir durch schwierige Zeiten gewonnen haben. Eine Beziehung, die über Jahre gewachsen ist. Ein Projekt, das endlich Früchte trägt – sei es künstlerisch, beruflich oder spirituell. Oder auch einfach das Gefühl, angekommen zu sein – nicht im Außen, sondern in uns selbst. Doch nicht jede Saat geht auf. Und manchmal ernten wir Dinge, die wir nie bewusst gesät haben, gute wie schmerzhafte. Auch das gehört dazu. Und manchmal erkennen wir die Ernte erst im Rückblick. Was heute wie eine Durststrecke wirkt, kann morgen reife Früchte tragen, vielleicht innerlich oder vielleicht auch sichtbar. Was haben Sie in letzter Zeit gesät? Was wünschen Sie sich, endlich zu ernten?
Die Ernte einbringen
17. Juli 2025
325 Views
