Geborgenheit finden wir dort, wo wir uns sicher, verstanden und angenommen fühlen. Das kann natürlich sehr unterschiedlich sein, je nachdem, was für ein Mensch wir sind. Wir fühlen uns geborgen bei Menschen, die uns wirklich kennen und lieben, ohne Bedingungen. Bei unserer Familie, enge Freunden, unserem Partner oder auch ein lieb gewonnenes Haustier alle können uns Geborgenheit geben. Unser Zuhause, das nach uns riecht, unsere Dinge enthält, uns aufnimmt und umarmt, wenn die Welt draußen tobt bietet Schutz und Geborgenheit. Auch Stille, bei einem Spaziergang durch den Wald, ein Gebet oder ein Lied, das uns schon ein Leben lang begleitet – schenken uns Geborgenheit. Doch Geborgenheit muss nicht immer etwas mit anderen Menschen oder einem festen Ort zu tun haben. Manchmal finden wir sie im Einklang mit der Natur, wenn wir spüren, dass wir Teil von etwas Größerem sind. Auf einer Bergwanderung kann Geborgenheit im Rhythmus der Schritte liegen, im Rauschen des Windes, in der Weite, die den Kopf freimacht und unser Herz beruhigt. Auch an einem einsamen Strand kann man sich geborgen fühlen. Es ist dann vielleicht dieses endlose Rauschen, das nie ganz still ist, aber beruhigt. Der Blick ins Offene, der Raum zum Atmen gibt. Vielleicht das Gefühl, dass die Welt für einen Moment stillsteht, nur für uns. Keine Erwartungen, nur Wind, Wasser, Sand und wir. Das ist so ein Ort, wo Geborgenheit fast körperlich spürbar wird, oder? Nicht, weil jemand da ist, sondern gerade weil niemand da ist. Und trotzdem fühlt man sich nicht allein, sondern getragen. Geborgenheit ist also dort, wo wir mit uns selbst im Reinen sind.
Geborgenheit finden
23. April 2025
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