Diese Redewendung verwenden wir, wenn wir ausdrücken wollen, dass es viele unterschiedliche, seltsame oder ungewöhnliche Menschen gibt, dass wir uns über das Verhalten anderer wundern, oder dass die Welt „bunt gemischt“ ist. Oft klingt dabei ein leicht ironischer oder resignierter Ton mit. Die Wendung fällt häufig nach Situationen wie, da verhält sich jemand extrem sonderbar, oder jemand hat eine absurde Meinung, wenn wir etwas unerwartet Skurriles erleben, oder wir kommentieren ganz allgemein die Vielfalt menschlicher Charaktere. „Der Nachbar trägt mitten im Winter Sandalen und gießt nachts um drei seine Blumen.“ „Naja … Gottes Garten ist groß.“ Das Bild dahinter ist natürlich metaphorisch zu sehen. Wie sehen die Welt bzw. die Menschheit als „Garten Gottes“, denn in einem großen Garten wächst alles Mögliche – Schönes, Seltsames, Wildes und sehr Unterschiedliches. Daher gibt es auch unter uns Menschen eine enorm große Vielfalt. Die Redewendung hat oft einen volkstümlichen, leicht süddeutschen oder österreichischen Klang, ist aber allgemein verständlich. Auch in Talkshows, Krimis, Comedy oder Reality-TV passt die Redewendung gut, und wird immer mal wieder genutzt, da sie kurz, bildhaft, humorvoll und sofort verständlich ist. Sie eignet sich für uns perfekt als trockener Kommentar auf schräge Situationen oder Personen.
Gottes Garten ist groß
25. Mai 2026
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