Machtmenschen und Machtmissbrauch sind Begriffe, die oft moralisch aufgeladen sind, aber dahinter stehen sehr klar erkennbare psychologische und soziale Mechanismen. Hier eine strukturierte, verständliche Übersicht. „Machtmenschen“ sind Menschen, die stark auf Einfluss, Kontrolle und Dominanz ausgerichtet sind. Nicht jeder Machtmensch ist negativ! Denn all unsere Eigenschaften können wir sowohl konstruktiv als auch destruktiv nutzen. Positive Ausprägungen, also gesunde Macht erkennen wir an hoher Durchsetzungskraft, Verantwortungsübernahme, mutige Entscheidungen, strategisches Denken und die Fähigkeit, große Gruppen koordinieren zu können. Solche Machtmenschen können Führungspersönlichkeiten sein, die Strukturen schaffen und Dinge bewegen. Negative Ausprägungen, also Gefahr des Machtmissbrauchs erkennen wir am Kontrollzwang, an Manipulation, an Dominanz um der Dominanz willen, an geringe Empathie, an narzisstischen Anteilen und Angst davor, Macht zu verlieren. Diese Muster können destruktiv wirken, vor allem wenn keine Grenzen gesetzt sind. Machtmissbrauch bedeutet, Macht nicht im Sinne der Aufgabe oder Gemeinschaft einzusetzen, sondern zum eigenen Vorteil und oft zum Schaden anderer. Typische Formen von Machtmissbrauch sind psychische Manipulation wie Einschüchterung auch ausnutzen von Abhängigkeiten, oder ungerechte Strafen, sowie Lob, sexuelle Ausbeutung, Zugang zu Ressourcen missbrauchen, Lügen und Informationskontrolle, sowie Korruption. Je weniger Kontrolle, Transparenz und Gegenmacht vorhanden ist, desto schneller tritt Missbrauch auf. Gesunde Macht bedeutet: Entscheidungen treffen, um etwas Gutes zu bewirken, Verantwortung zu tragen, andere befähigen und stärken und eigene Interessen zugunsten der Aufgabe zurückzustellen. Viele der besten Führungspersönlichkeiten sind weniger machthungrig, dafür jedoch sehr verantwortungsbereit.
Machtmenschen und Machtmissbrauch
17. November 2025
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