Eine positive Erwartung bedeutet, dass wir fest damit rechnet, dass etwas gut ausgeht oder hilft und genau diese Erwartung beeinflusst unseren Körper und unser Verhalten. Wenn wir glauben, dass etwas wirkt, stellt sich unser Körper darauf ein. Das Gehirn „schaltet“ sozusagen in einen unterstützenden Modus: Es reduziert Stress, setzt hilfreiche Botenstoffe frei und wir nehmen Verbesserungen schneller wahr. Unsere positive Erwartung bedeutet, dass unser Glaube an eine Wirkung echte, positive Reaktionen im Körper auslöst. Eine positive Erwartung beschreibt auch die innere Haltung, die therapeutische Prozesse unterstützt und deren Wirkung verstärken kann. Positive Erwartung wirkt wie ein Verstärker in der Therapie. Die Interventionen sind die Musik, die Erwartung bestimmt, wie klar und kraftvoll sie beim Patienten ankommen. Eine Erwartung ist der Rahmen, in dem Therapie stattfindet kann. Ein stabiler und positiver Rahmen erleichtert es, Veränderungen zuzulassen. Die positive Erwartung ist die innere Mitarbeit des Klienten. Sie aktiviert Aufmerksamkeit, Motivation und Bereitschaft zur Veränderung. Die Erwartung wirkt wie ein Fundament aus Vertrauen. Je stabiler es ist, desto besser können therapeutische Maßnahmen greifen. Eine positive Erwartung ist für jeden von uns von Vorteil. Und sie beschreibt die innere Haltung, die therapeutische Prozesse unterstützt und deren Wirkung verstärken kann.