Stille und Leichtigkeit passen sehr gut zusammen. Stille bedeutet nicht, dass nichts geschieht, sondern sie kann uns einen Raum schaffen, in dem nichts erzwungen werden muss. Wenn der äußere und innere Lärm nachlassen, entsteht für uns ein Raum zum Wahrnehmen und Sein. In dieser Ruhe kann Leichtigkeit entstehen. Wir müssen nicht ständig reagieren, leisten, erklären oder festhalten. Dinge dürfen einfach sein, wie sie sind. Gerade dieses Loslassen kann uns das Gefühl vermitteln, dass etwas leichter wird. Leichtigkeit bedeutet dabei natürlich nicht Oberflächlichkeit. Auch etwas Tiefes, Ernstes oder Bedeutungsvolles kann leicht sein, wenn es nicht von Druck, Widerstand oder Zwang geprägt ist. Stille kann uns helfen, diese Form von Leichtigkeit zu erfahren. Gleichzeitig sind Stille und Leichtigkeit selbstverständlich nicht automatisch dasselbe. Stille kann auch schwer oder bedrückend sein, das hat jeder von uns schon mal erlebt und Leichtigkeit kann durchaus laut und lebendig sein, auch das kennen wir. Dennoch können sie sich gegenseitig ermöglichen. Denn wo nichts festgehalten werden muss, kann Leichtigkeit entstehen, und Stille kann ein Raum dafür sein.
Stille und Leichtigkeit
22. September 2026
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