Unsere Intuition ist kein „mystisches Gefühl“, sondern das Ergebnis unbewusster Informationsverarbeitung. Unser Gehirn erkennt blitzschnell Muster, die wir über Jahre gelernt haben, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken. Wenn wir in einem Bereich viel Erfahrung haben, im Beruf, im Sport oder im Umgang mit Menschen, erkennt unser Gehirn Muster schneller als unser bewusstes Denken. Zum Beispiel spürt ein erfahrener Feuerwehrmann, dass ein Gebäude gleich einstürzt, tatsächlich hat sein Gehirn minimale Hinweise durch Geräusche oder durch die Hitzeverteilung, gerade verarbeitet. In Situationen mit Zeitdruck ist unsere Intuition oft viel besser als langes Grübeln. Sie spart Energie und reagiert unmittelbar und sie ist treffsicher. Wir hören dann auf unser Bauchgefühl. Unsere Intuition ist besonders gut bei zwischenmenschlichen Einschätzungen, denn Mimik, Tonfall, Körpersprache, so vieles nehmen wir unbewusst wahr. Unsere Intuition kann auch problematisch sein, denn sie basiert auf Erfahrung aber auch auf eventuelle Vorurteile und Denkfehler. Besonders unzuverlässig ist unsere Intuition in völlig neuen Situationen, bei komplexen, statistischen Entscheidungen, wenn starke Emotionen im Spiel sind oder bei Themen, bei denen wir wenig Erfahrung haben. Wir könnten sagen, vertraue deiner Intuition, wenn du viel Erfahrung in dem Bereich hast. Aber nutze bewusstes Nachdenken, wenn es um wichtige, komplexe oder neue Entscheidungen geht. Doch unsere beste Strategie ist meistens eine Kombination aus beidem, unsere Intuition nutzen wir dann als ersten Impuls und unseren Verstand als Prüfinstanz.
Wir dürfen unserer Intuition vertrauen
28. Februar 2026
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