Wir machen Alles aus Liebe 

Wir machen Alles aus Liebe, um Liebe zu geben oder um Liebe zu bekommen. Auch Bindung, Zugehörigkeit und Anerkennung gehören dazu. Liebe im weiten Sinn, natürlich nicht nur die romantisch Liebe, sondern auch um Nähe zu finden, Verbundenheit zu spüren und auch um Gesehen-zu-werden. Wir sind soziale Wesen und unser Gehirn ist auf Beziehungen ausgelegt. Schon als Babys überleben wir nur durch Zuwendung. Dieses Grundmuster bleibt und wir handeln, um eine Verbindung herzustellen oder nicht zu verlieren. Für andere da zu sein, sie respektvoll zu behandeln, sie zu schützen, für sie zu schaffen, ihnen zu helfen, all das gibt uns Bedeutung. Viele von uns erleben ihr Leben dann als ,richtig”, wenn sie ihre Liebe ausdrücken können und dürfen. Anerkennung, Nähe und Bestätigung regulieren unsere Angst und unsere Einsamkeit. Selbst Machtstreben, Perfektionismus oder Rückzug können Versuche von uns sein, am Ende doch geliebt oder wenigstens nicht verlassen zu werden. Auch „negative” Handlungen passen da rein. Denn auch unsere Eifersucht, Wut, Kontrolle und Anpassung sind oft keine Abwesenheit von Liebe, sondern ein verzerrter Versuch, sie festzuhalten oder ihren Verlust zu verhindern. Doch nicht alles geschieht aus Liebe. Manche unserer Handlungen entstehen aus Angst, nicht aus Liebe, um zu Überleben, um zu fliehen oder auch um etwas abzuwehren. Wir handeln aus dem Wunsch nach Sicherheit, Bedeutung und Verbindung und aus Liebe, sie ist wohl die höchste Form davon. 

13. Januar 2026 - 80 mal gesehen

©Foto: Manuela
 

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