In der Psychotherapie gibt es natürlich kein globales „Nonplusultra“, etwas das für jede Person, jede Störung und jede Situation automatisch immer am besten wirkt. Was sich in der Praxis dennoch wiederholt zeigt, dass die Wirksamkeit einer Therapie stark davon abhängt, dass die Therapie zum Patienten/Klienten passt. Dass von jedem einzelnen sein Anliegen, seine Persönlichkeit und sein Lebenskontext berücksichtigt wird, so dass die „Wirkfaktoren“ für jeden stimmen. Wichtig ist vor allem eine tragfähige therapeutische Beziehung, eine passende Zielsetzung, eine klar strukturierte Arbeit an konkreten Mustern mit passenden Methoden, die zum jeweiligen Problemprofil passen. Wenn wir also ein „Nonplusultra“ in der Psychotherapie suchen, ist der beste praktische Weg dahin, eine gute Passung + die richtige Methode vor allem für das Hauptthema + die Qualität der Umsetzung + die gemeinsame Arbeit an Veränderungen. Damit können wir für uns auch eine einfache Checkliste machen und uns fragen: Hilft mir das Vorgehen dabei, einen roten Faden in meinem Alltag zu bekommen? Bekomme ich klare Schritte statt nur Reflexion? Werden meine Fortschritte, wenn auch klein, konkret und messbar sichtbar? Fühle ich mich sicher genug, um auch meine Gefühle zuzulassen? Wenn diese Punkte zusammenkommen, ist das in der Regel näher am „Nonplusultra“, als jedes einzelne Therapie-Schlagwort das wir kennen.
Nonplusultra in der Psychotherapie
2. Mai 2026
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