Wenn wir „nicht untergehen” sagen und es im übertragenen Sinn meinen, dann gehen wir davon aus, dass wir eventuell große Anforderungen, große Sorgen oder reichlich Arbeit zu bewältigen haben. Oder wir werden vom Leben überwältigt, dann gibt es verschiedene Ansätze, die uns helfen können. Es hängt davon ab, wodurch das Gefühl des Untergehens entstanden ist. Wir sollten benennen, worin wir untergehen. Ist es vielleicht die Arbeit, oder sind es finanzielle Sorgen, ist es Einsamkeit, oder vielleicht mehr Verantwortung als tragbar oder etwas ganz anderes? Ein klar benanntes Problem lässt sich oft leichter von uns angehen. Wir können Prioritäten setzen. Nicht alles ist gleich dringend. Manchmal hilft es uns, bewusst zu entscheiden, welche Aufgaben heute wirklich erledigt werden müssen und welche eventuell noch warten können. Wir können natürlich auch Unterstützung annehmen. Ob wir mit einer vertrauten Person sprechen, Aufgaben delegieren oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, alles kann die Last verringern und wir müssen nicht untergehen. Grenzen ziehen ist auch immer hilfreich. Wenn möglich sollten wir „Nein” zu zusätzlichen Verpflichtungen sagen oder eventuelle Erwartungen realistischer gestalten. Für Ausgleich sorgen ist auch eine Strategie. Ausreichend Schlaf, Bewegung, regelmäßiges Essen und kleine Erholungspausen lösen natürlich nicht die Ursache des Untergehens, können aber unsere Belastbarkeit erheblich verbessern. Wir können auch mal unseren Blick verkleinern. Statt das ganze Problem auf einmal lösen zu wollen, den nächsten kleinen, konkreten Schritt wählen und machen. Manchmal beschreibt „untergehen” aber auch etwas Tieferes, das Gefühl, keinen Ausweg mehr zu sehen oder emotional zu versinken. Wenn das längere Zeit anhält oder sehr intensiv ist, kann uns ein Gespräch mit einer uns nahestehenden Person oder mit einer psychotherapeutischen Fachkraft eine große Hilfe sein.
Nicht Untergehen
15. Juli 2026
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