Der Satz „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ wird meistens Albert Einstein zugeschrieben. Ganz wörtlich stimmt er für uns natürlich nicht, da Wissen für jeden von uns enorm wichtig ist. Ohne Wissen können wir viele Ideen weder prüfen noch umsetzen. Doch unsere Fantasie hat ebenfalls eine besondere Rolle. Wissen beschreibt, was bereits bekannt ist. Fantasie eröffnet Möglichkeiten, die noch niemand entdeckt hat. Deshalb kann unsere Fantasie in bestimmten Situationen sogar „wichtiger“ sein. Bei wissenschaftlichen Durchbrüchen, in der Kunst, bei unseren Problemlösungen, um innovativ zu sein und bei unserer Zukunftsplanung. Viele große Entwicklungen begannen mit etwas, das zunächst nur Vorstellungskraft war, ob es das Fliegen, die Raumfahrt, unsere Computer, Handys und Laptops, die künstliche Intelligenz sowie neue medizinische Verfahren waren, alle gab es zuerst in Fantasie von Einzelnen oder Mehreren, sogar räumlich getrennten. Selbst in der Wissenschaft braucht man Fantasie, um neue Hypothesen zu bilden. Wie bekannt ist, nutzte Einstein oft sogenannte „Gedankenexperimente“, also imaginäre Szenarien, bevor mathematische Beweise folgten. Der entscheidende Punkt ist wahrscheinlich, Fantasie ohne Wissen bleibt oft unrealistisch und Wissen ohne Fantasie bleibt oft begrenzt. Wie so oft, am stärksten sind beide zusammen. Wissen gibt uns ein Fundament und Orientierung. Mit Fantasie erzeugen wir neue Ideen und Perspektiven. Darum wird der Satz wohl oft als Erinnerung verstanden, Kreativität nicht zu unterschätzen, doch nicht wirklich als Angriff auf unser Wissen.