Es ist uns meistens nicht bewusst, wie wertvoll und gleichzeitig flüchtig unsere Zeit ist. Während wir bei Geld, Ressourcen oder Energie oft genau kalkulieren, handeln wir mit unserer Zeit oft so, als sei sie unbegrenzt, obwohl sie unser kostbarstes Gut ist und niemand von uns weiß, wie viel uns davon tatsächlich bleibt. Zeit ist eine merkwürdige Ressource, wir können sie nicht sehen, nicht anfassen, nicht aufbewahren. Sie läuft – unaufhaltsam – immer weiter, unabhängig davon, ob wir ihr Beobachtung schenken oder nicht. Wir handeln oft so, als hätten wir ewig Zeit, als gäbe es immer ein Morgen, ein nächstes Jahr, ein später. Doch niemand kennt sein Zeitlimit. Das Leben ist endlich, das wissen wir alle, aber wir fühlen es eher selten. Und genau darin liegt wohl die Ironie, wir erkennen oft erst viel zu spät, wie begrenzt unsere Zeit war. Wenn wir nicht wissen, wie viel Zeit uns bleibt, wäre es dann nicht klug, bewusster mit ihr umzugehen? Wir könnten uns einfach mal fragen: Lebe ich in Übereinstimmung mit dem, was mir wichtig ist? Vielleicht ist das Ziel nicht, jede Minute „sinnvoll“ zu nutzen, sondern die Zeit ehrlich, bewusst und nach unseren eigenen Maßstäben zu leben.
Zeit das Einzige was wir verschwenden, ohne zu wissen wie viel wir haben
20. Juli 2025
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