„Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ betont die Bedeutung eines frühen Starts beim Erlernen von Fähigkeiten. Gemeint ist, dass wir und besonders unsere Kinder leichter und nachhaltiger lernen, wenn wir uns schon in jungen Jahren mit einer Sache beschäftigen. In jungen Jahren sind unsere Neugier, unsere Aufnahmefähigkeit und unsere Lernflexibilität besonders hoch, sodass sich die Grundlagen oft spielerisch entwickeln. Deshalb wird das Sprichwort häufig verwendet, wenn unsere Kinder musizieren, Sport treiben oder wir andere Talente entdecken und fördern. Es drückt eine gewisse Anerkennung dafür aus, dass jemand früh beginnt, an sich zu arbeiten. Gleichzeitig steckt dahinter die allgemeine Erkenntnis, dass wir unsere Meisterschaften selten über Nacht entstehen lassen, sondern das es das Ergebnis von Ausdauer, Übung und Zeit ist. Wer früh anfängt, kann über viele Jahre hinweg Erfahrungen sammeln, Fehler machen und sich stetig verbessern. Historisch gesehen stammt die Redewendung aus Zeiten, in denen viele handwerkliche Berufe früh erlernt wurden, oft schon im Kindesalter als Lehrling. Heute wird sie auch im übertragenen Sinn genutzt, manchmal ernst gemeint, manchmal leicht humorvoll, um zu unterstreichen, dass unser kontinuierliches Üben der Schlüssel zu unserem langfristigen Erfolg ist.