Wir alle haben dieselbe Tageslänge und damit täglich die gleiche Zeitmenge zur Verfügung. Was sich unterscheidet, ist wie viel davon tatsächlich als frei gestaltbare Zeit bei uns ankommt. Durch unsere unterschiedlichen Arbeitsschichten, Wegezeiten, Familienaufgaben, Pflegeaufgaben, gesundheitlichen Einschränkungen oder auch durch den Umgang mit Stress oder Erschöpfung, empfinden wir die Zeit oft ganz anders. Zwei von uns können also „24 Stunden Zeit“ haben, doch sie können davon sehr unterschiedlich viel für sich, für die eigenen Ziele nutzen. Dazu kommt, dass „Zeit nutzen“ für uns nicht nur heißt, wie wir unseren Kalender füllen, sondern auch wie wir mit uns und unserem Leben umgehen. Wie wir Entscheidungen treffen, wie wir priorisieren, wie wir Grenzen setzen, wie wir Aufgaben passend verteilen und Pausen so einplanen, dass wir leistungsfähig sind und bleiben. Darum ist es natürlich richtig, dass Zeit für uns alle da ist, doch ebenso richtig, dass unsere Rahmenbedingungen und die Zeitqualität, durch unsere unterschiedlichen Energien, unseren Handlungsspielraum und durch unsere Strukturen sehr verschieden sein können. Wir haben also alle gleich viele Stunden, doch auch sehr verschiedene Möglichkeiten, diese Stunden zu nutzen.